Das Wichtigste in Kürze
- Einstieg: Bei den großen Tarif-Airlines beginnt das Grundgehalt von Flugbegleitern im mittleren Zweitausender-Bereich brutto. Mit den Beschäftigungsjahren steigen die Tarifstufen, sodass langjährige Kabinenkräfte deutlich mehr verdienen.
- Vier Bausteine bestimmen den tatsächlichen Verdienst: Grundgehalt, Schicht- und Erschwerniszulagen, Spesen für Flugeinsätze sowie Provisionen aus dem Bordverkauf. Der reale Monatsverdienst liegt dadurch spürbar über dem Tabellenwert.
- Lufthansa: Das Einstiegs-Grundgehalt beträgt im Vollzeitmodell 2.375,21 € brutto. Hinzu kommt eine pauschale Schichtzulage von 16,3 % des Grundgehalts (Angaben der Lufthansa-Karriereseite, Abruf 08/2026).
- Während der Schulung: Einige Airlines zahlen schon vor dem ersten Flug. Lufthansa CityLine vergütet die Grundschulung mit 500,00 € brutto monatlich, Ryanair mit 28 € Tagegeld pro Trainingstag.
- Airline-Wechsel kostet Geld: Wer die Fluggesellschaft wechselt, beginnt bei der neuen Airline in aller Regel wieder auf einer der unteren Gehaltsstufen.
Wie hoch ist das Gehalt von Flugbegleitern?
Eine einzelne Zahl beantwortet die Gehaltsfrage in der Kabine nicht, denn der Verdienst hängt von Airline, Beschäftigungsgrad, Einsatzmuster und Beschäftigungsjahren ab. Die Richtung lässt sich aber klar benennen: Bei den großen Tarif-Airlines im deutschsprachigen Raum startet das Grundgehalt im mittleren Zweitausender-Bereich brutto, und über Zulagen, Spesen und Provisionen wächst der tatsächliche Monatsverdienst spürbar darüber hinaus. Fast überall gilt zudem ein Tarifsystem mit Stufen: Bei der Lufthansa verhandelt die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO), bei Condor die Gewerkschaft ver.di, und mit jedem Beschäftigungsjahr rückt die Vergütung in der Tabelle nach oben.
Was die Airlines und ihre Tarifpartner öffentlich machen, haben wir für die wichtigsten Kabinen-Arbeitgeber zusammengetragen:
| Airline | Vergütungssystem | Eckwerte |
|---|---|---|
| Lufthansa | UFO-Tarif, Stufen nach Jahren | Einstieg 2.375,21 € + 16,3 % Schichtzulage |
| Lufthansa CityLine | Konzerntarif, Schulung vergütet | 500,00 €/Monat während der Grundschulung |
| Condor | ver.di-Tarif bis 30.09.2026 | Tabellen seit 2023 um mind. 17 % erhöht |
| Eurowings | ver.di-Tarif, Abschluss 11/2025 | +5,4 % in zwei Schritten, im Schnitt rund 300 €/Monat mehr |
| Ryanair | Fixum + Flugstunden + Provision | Grundgehalt 2019: 1.420 €, seither kräftig erhöht (zuletzt +23,3 %) |
| Sundair | Grundgehalt (65 Blockstunden) + Zulagen | Mehrflugstunden 40 € bis 55 € je Stunde |
| SWISS (CH) | GAV mit der Gewerkschaft kapers | Einstieg CHF 4.000 (2023), Grundlöhne +CHF 400 (2024) |
| Chair Airlines (CH) | Gehaltspaket + Verkaufsprovision | bezahlt ab dem ersten Trainingstag |
| Austrian (AT) | vida-Kollektivvertrag | gut 20 % Erhöhung in drei Stufen bis 01/2026 |
Quellen: Lufthansa- und CityLine-Karriere-FAQ (Abruf 08/2026), ver.di-Mitteilungen vom 30.06.2023 (Condor) und 20.11.2025 (Eurowings), SWISS-Pressemitteilungen zu den Gesamtarbeitsverträgen 2023/2024, vida-Aussendung vom 25.04.2024 (Austrian), Original-Stellenanzeigen von Ryanair, Sundair und Chair Airlines (Auswertung flughafen-jobs.de, Stand 11.08.2026).
Auffällig ist, wie zurückhaltend die Branche mit vollständigen Zahlen umgeht: Die kompletten Tariftabellen samt Endstufen veröffentlichen weder Lufthansa noch Condor, Eurowings, SWISS oder Austrian. Wie viele Jahre es bis zur höchsten Stufe dauert und wo sie liegt, lässt sich deshalb seriös nicht beziffern. Wir nennen in diesem Artikel deshalb nur Werte, die aus den Karriereportalen, den Mitteilungen der Tarifpartner oder den Original-Stellenanzeigen stammen, und ergänzen die Tabelle, sobald die Airlines weitere Zahlen veröffentlichen.
Was verdienen Flugbegleiter bei der Lufthansa?
Die detailliertesten öffentlichen Zahlen liefert die Lufthansa selbst, deren Karriere-FAQ die Einstiegsvergütung für alle drei Beschäftigungsmodelle beziffert. Bemerkenswert ist dabei die Teilzeit-Kultur der Kabine: Schon beim Einstieg lässt sich zwischen Vollzeit und zwei reduzierten Modellen wählen, und die prozentuale Schichtzulage bleibt in allen Modellen gleich.
| Beschäftigungsmodell | Grundgehalt (brutto/Monat) | Schichtzulage |
|---|---|---|
| Vollzeit (100 %) | 2.375,21 € | 16,3 % des Grundgehalts |
| Teilzeit (91,67 %) | 2.177,36 € | 16,3 % des Grundgehalts |
| Teilzeit (66,48 %) | 1.579,04 € | 16,3 % des Grundgehalts |
Einstiegswerte für Flugbegleiter der Deutschen Lufthansa AG, Stationierung Frankfurt und München. Quelle: Lufthansa-Karriere-FAQ (lufthansagroup.careers), Abruf 08/2026.
Rechnet man die Schichtzulage ein, ergibt sich je Modell die folgende Spanne vom nackten Grundgehalt bis zum Grundgehalt inklusive der 16,3 %:
Lufthansa-Einstieg: Grundgehalt bis inklusive Schichtzulage
Vollzeit (100 %) 2.375–2.762 €
Teilzeit (91,67 %) 2.177–2.532 €
Teilzeit (66,48 %) 1.579–1.836 €
Angaben in € brutto im Monat
Im Vollzeitmodell liegt der Einstieg damit bei rund 2.762 € brutto, bevor Spesen und Sonderzahlungen dazukommen. Der Arbeitsvertrag ist von Beginn an unbefristet, die Probezeit beträgt sechs Monate, stationiert wird an den Drehkreuzen Frankfurt und München. Mit den Beschäftigungsjahren steigen die Stufen des UFO-Tarifwerks, und Zusatzfunktionen wie die des Kabinenchefs (Purser) sind mit eigenen, höheren Vergütungen verbunden.
Was das in einem realen Monat bedeutet, zeigt eine Beispielrechnung für einen Berufseinsteiger im Vollzeitmodell: 2.375,21 € Grundgehalt plus 387,16 € Schichtzulage ergeben 2.762,37 € brutto. Kommen beispielsweise 15 Kontinental-Einsatztage mit dem Tagessatz von 50,40 € hinzu, fließen weitere 756 € Spesen, zusammen also rund 3.520 € im Monat. Im Mai erhöht der Urlaubsgeldzuschlag von 1.250 € das Ergebnis zusätzlich. Die Spesen wirken dabei besonders stark, weil Reisekosten in aller Regel nicht versteuert werden.
Aus welchen Bausteinen besteht das Kabinengehalt?
Der Blick allein auf das Grundgehalt unterschätzt den Beruf systematisch. Vier Bausteine bestimmen, was am Monatsende tatsächlich auf dem Konto landet:
- Grundgehalt: der tariflich festgelegte Sockel, der mit den Beschäftigungsjahren über Gehaltsstufen wächst.
- Schicht- und Erschwerniszulagen: bei Lufthansa pauschal 16,3 % des Grundgehalts; sie honorieren Nachtdienste, Wochenendeinsätze und wechselnde Zeitzonen.
- Spesen und Tagegelder: für die Verpflegung unterwegs. Die Lufthansa-FAQ nennt Tagessätze von 50,40 € für Kontinental- und 57,60 € für Interkontinental-Einsätze. Bei vielen Airlines sind solche Auslösungen steuerlich begünstigt, was den Nettoeffekt zusätzlich erhöht.
- Provisionen und Sonderzahlungen: Der Bordverkauf wird bei etlichen Airlines direkt beteiligt. Ryanair wirbt in seinen Ausschreibungen mit einer Verkaufsprovision ohne Obergrenze, Chair Airlines kombiniert Gehaltspaket und Verkaufsprovision. Bei Lufthansa kommt im Mai ein Urlaubsgeldzuschlag von 1.250 € brutto hinzu.
Dazu treten geldwerte Vorteile, die in keiner Gehaltstabelle stehen, im Berufsalltag aber viel zählen: stark vergünstigte Flugtickets für Mitarbeiter und Angehörige (bei den Schweizer Airlines etwa über das Buchungssystem MyIDTravel), gestellte und gereinigte Uniformen sowie planbare Dienstmodelle wie der feste Fünf-Tage-Rhythmus mit drei freien Tagen bei Ryanair.
Wie unterscheiden sich die übrigen Airlines beim Gehalt?
Jenseits der Lufthansa-Zahlen zeigt sich bei jedem Arbeitgeber ein eigenes Muster, vom klassischen Tarifwerk bis zum provisionsgetriebenen Modell der Low-Cost-Airlines.
Condor: kräftiges Plus aus der Tarifrunde
Für die rund 3.000 Kabinenbeschäftigten des Ferienfliegers vereinbarte ver.di im Juni 2023 einen weitreichenden Abschluss: tabellenwirksame Gehaltserhöhungen von mindestens 17 % in mehreren Schritten, für einzelne Beschäftigtengruppen durch strukturelle Anpassungen sogar bis zu 34 %. Hinzu kamen eine Inflationsausgleichsprämie von 3.000 € und ein Sockelbetrag von 415 € für die untersten Gehaltsgruppen. Die Verträge laufen bis zum 30. September 2026; übersteigt die Inflation sieben Prozent, greift ein zusätzlich vereinbarter Indexlohn. Condor stationiert seine Kabinencrews in unseren Auswertungen durchweg in Frankfurt.
Eurowings: frischer Abschluss mit Gewinnbeteiligung
Für die rund 1.800 Kabinenbeschäftigten der Lufthansa-Tochter einigte sich ver.di im November 2025 auf ein Plus von 5,4 % in zwei Schritten, im Schnitt etwa 300 € mehr pro Monat. Interessant sind die Nebenabreden: Die Gewinnbeteiligung steigt auf bis zu 1.600 € jährlich (für 2025 kommt eine Zahlung von 1.000 € hinzu), das Abwesenheitsgeld wächst um rund 10 % und verliert seine Tagesdeckelung, und die Vergütung von Mehrflugstunden ist künftig dynamisch an jede Tariferhöhung gekoppelt. Gerade diese Bausteine zeigen, wie viel Verdienst in der Kabine außerhalb der Grundtabelle steckt.
SWISS und Austrian: die Zahlen aus Zürich und Wien
Die konkreteste Einstiegszahl im DACH-Raum liefert SWISS: Der Gesamtarbeitsvertrag mit der Kabinengewerkschaft kapers hob das Einstiegssalär für Cabin Crew Members zum 1. Januar 2023 auf CHF 4.000 an, alle Salärstufen stiegen dabei um mindestens 4 %. Der Folgevertrag erhöhte die Grundlöhne zum 1. Januar 2024 nochmals um CHF 400 monatlich, plus 2 % Teuerungsausgleich. Beim Vergleich mit deutschen Gehältern gilt allerdings: In der Schweiz sind Löhne UND Lebenshaltungskosten deutlich höher. In Wien vereinbarte die Gewerkschaft vida für das Austrian-Bordpersonal im April 2024 eine Erhöhung um gut 20 % in drei Stufen (April 2024, Jänner 2025, Jänner 2026), bei dreijähriger Laufzeit mit Inflationsausgleich.
Ryanair, Sundair und Chair: Blockstunden und Provision
Bei Ryanair lässt sich die Entwicklung des Grundgehalts an den deutschen Basen gut nachzeichnen. Mit dem ersten ver.di-Tarifvertrag stieg es nach Gewerkschaftsangaben 2019 von zuvor 825 € auf 1.420 € im Monat, bis zum Laufzeitende im März 2021 auf rund 1.650 €. Im Dezember 2023 folgte ein weiterer Abschluss mit durchschnittlich 23,3 % mehr Gesamtgehalt, einer Inflationsausgleichsprämie zwischen 1.925 € und 2.475 € und rund 26 % höherer Flugstunden-Vergütung. Das Grundgehalt hat sich seit Beginn der Tarifbindung damit mehr als verdoppelt, und es ist nur die Basis: Dazu kommen die flugstundenabhängige Vergütung, eine unbegrenzte Verkaufsprovision aus dem Bordverkauf und eine garantierte Mindestzahl an Flugstunden pro Jahr. Der Trainingskurs selbst ist kostenlos und wird mit 28 € Tagegeld begleitet. Wie eine Blockstunden-Vergütung konkret aussieht, zeigt der Ferienflieger Sundair in seinen Berliner Ausschreibungen: Das Grundgehalt deckt 65 Blockstunden ab, darüber hinaus zahlt die Airline ab der 65. Blockstunde 40 € und ab der 80. Blockstunde 55 € pro Stunde, dazu Abwesenheitsgeld, Bordverkaufsprovision und 35 Urlaubstage. Die Schweizer Chair Airlines bezahlt ihre Crews ab dem ersten Trainingstag und beteiligt sie ebenfalls am Verkauf, dazu kommt eine Spesenvergütung.
Was verdienen Flugbegleiter während der Schulung?
Schon vor dem ersten Liniendienst fließt bei mehreren Airlines Geld. Lufthansa CityLine vergütet die Grundschulung mit 500,00 € brutto im Monat, trägt sämtliche Schulungskosten und stellt bei mehr als 50 km Wohnsitzentfernung ein kostenfreies Hotelzimmer am Schulungsort. Ryanair zahlt während des sechswöchigen Trainings 28 € Tagegeld, Chair Airlines stellt bereits zum Trainingsstart fest an. Wie die Schulung inhaltlich abläuft und welche Voraussetzungen die Airlines verlangen, lesen Sie im Ratgeber Flugbegleiter Ausbildung.
Aktuelle Stellen für Flugbegleiter
Ob Frankfurt, Zürich oder eine der Ryanair-Basen: Die offenen Kabinen-Stellen aller von uns beobachteten Airlines finden Sie gebündelt im Bereich Flugbegleiter Jobs:
Aktuelle Flugbegleiter Jobs
Aktuell 24 offene Stellen in Kabine und Bordservice auf flughafen-jobs.de.
Wie schlägt sich das Kabinengehalt im Flughafen-Vergleich?
Ein Blick über den Kabinenrand lohnt sich, denn am Flughafen konkurrieren mehrere Einstiegsberufe um dieselben Bewerber. Interessanterweise zahlt der Boden beim reinen Grundentgelt teils mehr als die Kabine: Luftsicherheitskontrollpersonal an der Fluggastkontrolle verdient nach der bundesweiten Entgeltübersicht der Tarifpartner 25,00 € pro Stunde (Stand 1. April 2026), was bei tariflicher Vollzeit ein Monatsentgelt um die 4.000 € ergibt, zuzüglich Zuschlägen von 25 % für Nacht- und 50 % für Sonntagsarbeit. Dafür fehlen dort die fliegerischen Bestandteile, die den Kabinenberuf prägen: Spesen auf Reisen, Verkaufsprovisionen, stark vergünstigtes Fliegen und der Beruf selbst als Reise.
Die Entscheidung zwischen Kabine und Boden ist damit weniger eine reine Gehaltsfrage als eine Frage des Arbeitsmodells: planbare Schichten am Heimatflughafen gegen wechselnde Einsätze mit Übernachtungen weltweit. Beide Wege stehen Quereinsteigern offen, und beide haben in den vergangenen Tarifrunden kräftig zugelegt. Wie der Einstieg in die Luftsicherheit funktioniert, beschreibt unser Berufsprofil Luftsicherheitsassistent.
Wie entwickelt sich das Gehalt im Berufsleben?
Kabinengehälter wachsen vor allem über drei Hebel. Erstens die Tarifstufen: Mit jedem Beschäftigungsjahr rückt die Vergütung in der Tabelle nach oben. Zweitens die Funktion: Wer zum Purser aufsteigt und die Kabinenbesatzung eines Fluges führt, wird spürbar höher vergütet, ebenso Ausbilder im Training. Drittens das Einsatzmuster, denn Langstrecken bringen höhere Tagessätze und mehr Zulagen als der Kurzstreckenverkehr.
Ein Hebel funktioniert allerdings anders als in den meisten Berufen: der Arbeitgeberwechsel. Da jede Airline ihr Personal selbst schult und eigene Tarifwerke führt, beginnen auch berufserfahrene Flugbegleiter bei einer neuen Gesellschaft in aller Regel wieder auf einer der unteren Stufen. Gehaltssprünge durch Jobwechsel, in anderen Branchen der Klassiker, sind in der Kabine deshalb selten. Wer langfristig plant, wählt die Airline also nicht nur nach dem Einstiegsgehalt, sondern nach Tarifbindung, Stufenmodell und Entwicklungsmöglichkeiten.
Fazit
Das Flugbegleiter Gehalt beginnt bei den Tarif-Airlines im mittleren Zweitausender-Bereich und wächst über Schichtzulagen, Spesen, Provisionen und Tarifstufen deutlich über den nackten Tabellenwert hinaus. Lufthansa beziffert den Einstieg mit 2.375,21 € Grundgehalt plus 16,3 % Schichtzulage, Condor hat seine Kabinentabellen per Tarifabschluss um mindestens 17 % angehoben. Wer den Beruf finanziell bewertet, sollte immer das Gesamtpaket aus Grundgehalt, Zulagen und geldwerten Vorteilen betrachten und einplanen, dass ein Airline-Wechsel gehaltlich meist einen Neustart bedeutet. Wir hoffen, dass wir Ihnen damit weiterhelfen konnten!
FAQ: Häufige Fragen zum Flugbegleiter Gehalt
Was verdient ein Flugbegleiter bei der Lufthansa?
Nach Angaben der Lufthansa-Karriereseite beträgt das Einstiegs-Grundgehalt im Vollzeitmodell 2.375,21 € brutto im Monat, plus eine Schichtzulage von 16,3 % des Grundgehalts. Hinzu kommen Spesen für Flugeinsätze (Tagessätze von 50,40 € kontinental und 57,60 € interkontinental), ein Urlaubsgeldzuschlag von 1.250 € im Mai sowie mit den Jahren steigende Tarifstufen.
Was verdienen Flugbegleiter bei SWISS?
Der Gesamtarbeitsvertrag zwischen SWISS und der Kabinengewerkschaft kapers hob das Einstiegssalär zum 1. Januar 2023 auf CHF 4.000 monatlich an, der Folgevertrag erhöhte die Grundlöhne zum 1. Januar 2024 um weitere CHF 400 plus 2 % Teuerungsausgleich. Beim Vergleich mit deutschen Gehältern sollten Sie die deutlich höheren Schweizer Lebenshaltungskosten einrechnen.
Wird die Flugbegleiter-Schulung bezahlt?
Bei mehreren Airlines ja. Lufthansa CityLine zahlt während der Grundschulung 500,00 € brutto monatlich und übernimmt die Schulungskosten, Ryanair gewährt 28 € Tagegeld pro Trainingstag, und Chair Airlines stellt ihre Crews ab dem ersten Trainingstag fest an. Kosten für die Schulung selbst fallen bei den Airlines in aller Regel nicht an.
Verdienen Flugbegleiter in Teilzeit anteilig weniger?
Ja, das Grundgehalt sinkt entsprechend dem Beschäftigungsgrad. Lufthansa beziffert das 91,67-%-Modell mit 2.177,36 € und das 66,48-%-Modell mit 1.579,04 € brutto im Monat. Die prozentuale Schichtzulage von 16,3 % gilt in allen Modellen gleichermaßen, und Teilzeit ist in der Kabine schon ab dem Einstieg wählbar.
Wie hoch ist die höchste Gehaltsstufe für Flugbegleiter?
Das lässt sich seriös nicht beziffern, denn die vollständigen Tariftabellen mit ihren Endstufen veröffentlichen die Airlines nicht. Klar ist die Mechanik: Die Vergütung steigt mit den Beschäftigungsjahren über Tarifstufen, und Funktionen wie die des Pursers werden zusätzlich höher vergütet. Sobald die Airlines konkrete Endwerte veröffentlichen, ergänzen wir sie in diesem Artikel.
Steigt das Gehalt, wenn man die Airline wechselt?
Meist nicht, eher im Gegenteil. Weil jede Fluggesellschaft ihr Kabinenpersonal selbst schult und nach eigenen Tarifwerken vergütet, werden auch erfahrene Flugbegleiter beim Wechsel gehaltlich ähnlich wie Berufsanfänger eingestuft. Gehaltszuwachs entsteht in der Kabine vor allem durch Tarifstufen, Funktionszulagen und den Aufstieg zum Purser innerhalb derselben Airline.






