Das Wichtigste in Kürze
- Größe: An einem großen Flughafen arbeiten Hunderte Unternehmen nebeneinander. In Frankfurt arbeiten annähernd 81.000 Menschen bei rund 500 Unternehmen, in München gut 36.000 in 468 Betrieben, in Zürich rund 35.000 und in Wien rund 23.000.
- Berufe: Technik, Abfertigung, Luftsicherheit, Passagierservice, Verwaltung, IT, Gastronomie, Feuerwehr, Fracht, Cockpit und Kabine. Der Flughafenbetreiber stellt dabei nur einen Teil der Arbeitsplätze, in Frankfurt gut ein Viertel. Fast die Hälfte gehört zu Lufthansa.
- Voraussetzungen für alle: Wer beruflich in den Sicherheitsbereich muss, braucht eine bestandene behördliche Zuverlässigkeitsüberprüfung, eine Sicherheitsschulung und einen Flughafenausweis. Die Überprüfung gilt fünf Jahre.
- Ohne Ausbildung: Viele Einstiegsjobs setzen keine Berufsausbildung voraus, etwa Gepäckabfertigung, Check-in, Luftsicherheit, Gastronomie und Reinigung. Die Tarifverträge bezahlen sie nach Anlernzeit und Schulung, nicht nach Abschluss.
- Arbeitszeit und Gehalt: Ein Flughafen arbeitet rund um die Uhr. Jede dritte Stellenanzeige in unserem Bestand nennt Schichtdienst, bezahlt mit Zuschlägen von 20 % bis 135 %. Die Monatsentgelte reichen von rund 2.800 € für angelernte Servicekräfte bis über 5.000 € für Fluglotsen und Führungskräfte in der Abfertigung (Stand 2026).
Wer arbeitet am Flughafen?
Wer am Flughafen arbeitet, arbeitet in aller Regel nicht beim Flughafen. Die Betreibergesellschaft, die den Namen trägt, ist nur einer von vielen Arbeitgebern auf dem Gelände. Am Flughafen Frankfurt gehört gut ein Viertel der Arbeitsplätze zur Fraport AG, fast die Hälfte zur Deutschen Lufthansa AG und der Rest zu rund 500 weiteren Unternehmen und Behörden. In München stellen der Lufthansa-Konzern und die Flughafengesellschaft zusammen mehr als 60 % der knapp 37.000 Beschäftigten, die übrigen verteilen sich auf mehr als 460 Betriebe. Wie groß die Arbeitsstätte Flughafen ist, zeigen die Erhebungen der Betreiber:
| Flughafen | Beschäftigte am Standort | Unternehmen und Behörden |
|---|---|---|
| Frankfurt | annähernd 81.000 | rund 500 |
| München | 36.680 (2024) | 468 |
| Zürich | rund 35.000 | keine Angabe |
| Wien | rund 23.000 | keine Angabe |
| Berlin Brandenburg | mehr als 20.000 | keine Angabe |
| Düsseldorf | rund 20.300 | gut 200 |
| Hamburg | 15.000 | keine Angabe |
| Köln/Bonn | rund 15.000 | 130 |
Quellen: Fraport AG (Wirtschaftsfaktor Flughafen, ohne Jahresangabe); Flughafen München, Beschäftigtenerhebung 2024; Flughafen Zürich AG, Porträt; Flughafen Wien AG, Geschäftsergebnis 2024; FBB, Arbeitsmarktstudie 2025; Flughafen Düsseldorf; Hamburg Airport nach HWWI-Studie 2017; Köln Bonn Airport, Daten und Fakten. Abruf Oktober 2026.
Eine aktuelle Gesamtzahl für alle deutschen Flughäfen gibt es nicht. Der Flughafenverband ADV nannte zuletzt im Januar 2021 mehr als 180.000 Beschäftigte an den deutschen Verkehrsflughäfen, davon 36.841 bei den Betreibergesellschaften selbst. Die Münchner Erhebung zeigt, wie sich die Arbeitsplätze verteilen: rund 12.000 entfielen 2024 auf den Luftverkehr, also Airlines und ihre Techniktöchter, rund 11.000 auf den Flughafenbetrieb und knapp 5.000 auf öffentliche Sicherheit und Ordnung. Daraus ergeben sich fünf Arbeitgebergruppen, die es an jedem größeren Flughafen gibt:
- Flughafenbetreiber und ihre Töchter: Sie betreiben Start- und Landebahnen, Terminals, Gepäckanlagen und Parkhäuser, stellen die Werkfeuerwehr und verwalten das Gelände. Große Betreiber haben Abfertigung, Sicherheit, Gastronomie und Gebäudemanagement in eigene Gesellschaften ausgelagert, Fraport beispielsweise in Fraport Ground Services, FraSec, FraCareServices oder Fraport Facility Services.
- Airlines und ihre Konzerngesellschaften: Piloten, Flugbegleiter, Stationspersonal, Techniker in den Werften (den Wartungshallen), Caterer und Verwaltung. An den Drehkreuzen Frankfurt und München, den Umsteigeflughäfen der Lufthansa, ist der Konzern mit seinen Töchtern der größte Arbeitgeber, in Zürich SWISS, in Wien Austrian Airlines.
- Bodenverkehrsdienstleister: Unternehmen, die im Auftrag der Airlines Flugzeuge be- und entladen, Passagiere einchecken und Fracht umschlagen, etwa AeroGround in München oder AHS in Hannover. Für sie gilt ein eigener Branchentarifvertrag.
- Dienstleister im Terminal: Luftsicherheitsunternehmen, Gastronomie, Einzelhandel, Reinigung, Hotels und Autovermieter. Viele dieser Firmen stellen Quereinsteiger ein.
- Behörden: Die Bundespolizei nimmt an 13 deutschen Flughäfen die Luftsicherheitsaufgaben und die Grenzkontrolle wahr, der Zoll kontrolliert den Warenverkehr, die Deutsche Flugsicherung besetzt die Türme an 15 internationalen Flughäfen und beschäftigt bundesweit 5.900 Menschen, darunter rund 2.200 Fluglotsen. Behörden besetzen ihre Stellen über eigene Karriereportale, etwa die Flugsicherung und der Zoll.
Auf flughafen-jobs.de werten wir die Stellen der Betreiber, ihrer Töchter und der Airlines aus. In unserer Auswertung vom 12. Oktober 2026 stammten von 706 offenen Stellen 275 von Flughafenbetreibern, 113 von Betreibertöchtern, 170 von Airlines und 148 von deren Konzerngesellschaften. Die externen Dienstleister im Terminal schreiben ihre Stellen über eigene Kanäle aus.
Welche Berufe gibt es am Flughafen?
Ein Flughafen beschäftigt fast jeden Beruf, den es auch außerhalb gibt, und dazu eine Reihe von Berufen, die es nur dort gibt. Die Technik ist dabei größer, als die meisten vermuten: In unserer Auswertung vom Oktober 2026 war Technik und Wartung mit 133 von 706 Stellen das größte Berufsfeld, noch vor Verwaltung mit 67 und IT mit 30. Jede dritte Anzeige richtete sich an Auszubildende, Studierende oder Praktikanten. Die folgende Übersicht ordnet die Berufe nach Feldern und verweist auf die passenden Stellenbereiche:
| Berufsfeld | Typische Berufe | Stellen im Bereich |
|---|---|---|
| Technik und Wartung | Fluggerätmechaniker, Elektroniker, Mechatroniker, Anlagentechniker, Kfz-Mechatroniker für Spezialfahrzeuge | Technik und Wartung, Fluggerätmechaniker |
| Abfertigung am Flugzeug | Ramp Agent, Gepäckabfertiger, Flugzeugschlepperfahrer, Enteiser, Lademeister | Ramp Agent |
| Passagierservice | Check-in Agent, Servicekaufmann im Luftverkehr, Gepäckermittlung, Betreuung mobilitätseingeschränkter Fluggäste | Check-in Agent |
| Luftsicherheit | Luftsicherheitsassistent an der Fluggastkontrolle, Luftsicherheitskontrollkraft für Personal und Waren, Streifendienst | Luftsicherheit |
| Betrieb und Verkehrsleitung | Verkehrsleiter vom Dienst, Apron Controller (Vorfeldlotse), Duty Manager (Schichtleiter des Betriebs), Flugdienstberater | Operations |
| Verwaltung und IT | Luftverkehrskaufmann, Sachbearbeiter, Controller, Einkäufer, Personalreferent, Fachinformatiker, Systemadministrator | Verwaltung, IT |
| Feuerwehr und Rettung | Werkfeuerwehrmann, Notfallsanitäter, Flughafenarzt | Werkfeuerwehr, Gesundheit und Soziales |
| Gastronomie und Handel | Koch, Servicekraft, Verkäufer im Duty-free, Barista, Lagerist | Gastronomie und Handel |
| Fracht und Logistik | Frachtabfertiger, Fachkraft für Lagerlogistik, Staplerfahrer, Luftfrachtexperte | Logistik und Fracht |
| Fliegendes Personal | Pilot, Flugbegleiter | Pilot, Flugbegleiter |
Quelle: Stellenanzeigen auf flughafen-jobs.de, Auswertung vom 12. Oktober 2026 (706 Stellen, 109 Arbeitgeber).
Die Berufe, die es nur am Flughafen gibt oder die dort einen eigenen Zugang haben, stellen wir in eigenen Artikeln vor. Die wichtigsten im Überblick:

Fluggerätmechaniker
Fluggerätmechaniker warten und reparieren Flugzeuge, von der Kontrolle vor dem Start bis zur Überholung des Triebwerks in der Werft. Der Beruf ist die größte Luftfahrt-Ausbildung und dauert dreieinhalb Jahre, die Fluggerätmechaniker Ausbildung endet mit der Vorbereitung auf die europäische Lizenz. Mit Lizenz steigt das Fluggerätmechaniker Gehalt deutlich, weil nur Lizenzinhaber ein Flugzeug zum Flug freigeben dürfen.

Ramp Agent
Der Ramp Agent koordiniert zwischen Landung und Start alles, was am Flugzeug passiert: Beladen, Betanken, Reinigen, Catering und das Zurückschieben vom Gate. Der Einstieg ist ohne Ausbildung möglich, der Betrieb lernt an und vergibt den Vorfeldführerschein. Gearbeitet wird bei jedem Wetter im Schichtdienst, bezahlt nach dem Branchentarif für Bodenverkehrsdienste.

Luftsicherheitsassistent
Der Luftsicherheitsassistent steht an der Fluggastkontrolle und durchleuchtet Handgepäck, bedient die Torsonde, also die Metalldetektorschleuse, und tastet ab. Der Beruf ist der bekannteste Quereinstieg am Flughafen: Statt einer Berufsausbildung steht eine gesetzlich geregelte Schulung mit behördlicher Prüfung, die der Arbeitgeber bezahlt. Der Lohn ist bundesweit tariflich geregelt.

Luftsicherheitskontrollkraft
Die Luftsicherheitskontrollkraft kontrolliert nicht die Fluggäste, sondern alle anderen, die in den Sicherheitsbereich wollen: Beschäftigte, Lieferanten, deren Fahrzeuge und Waren. Auftraggeber ist der Flughafenbetreiber oder eine Airline, die Schulung ist je nach Kontrollart kürzer oder gleich lang wie an der Fluggastkontrolle. Auch hier ist der Einstieg ohne Berufsausbildung möglich.

Werkfeuerwehrmann
Jeder Verkehrsflughafen hält eine eigene Feuerwehr vor, die im Ernstfall binnen weniger Minuten am Flugzeug sein muss. Der Weg führt über die dreijährige Werkfeuerwehrmann Ausbildung mit handwerklicher Grundausbildung, Rettungssanitäter und Lkw-Führerschein oder über einen handwerklichen Beruf mit anschließender Feuerwehrgrundausbildung. Ein Sporttest gehört fast überall zur Auswahl.

Fluglotse
Der Fluglotse im Tower gibt Start- und Landefreigaben und führt den Rollverkehr auf dem Flughafen. Ausgebildet wird nicht vom Flughafen, sondern von der Deutschen Flugsicherung an ihrer Akademie, nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren und von Beginn an bezahlt. Die Fluglotse Ausbildung dauert mehrere Jahre, das Fluglotse Gehalt gehört danach zu den höchsten am Flughafen.

Flugbegleiter
Flugbegleiter sind für die Sicherheit und den Service an Bord zuständig. Eine Berufsausbildung ist nicht nötig: Die Airline schult neue Crews in einem Lehrgang von wenigen Wochen, die Flugbegleiter Ausbildung beschreibt die Bedingungen der einzelnen Airlines. Was Einsteiger und erfahrene Crews bekommen, zeigt der Artikel zum Flugbegleiter Gehalt.

Pilot
Piloten lernen an einer Flugschule und bezahlen ihre Ausbildung in aller Regel selbst, bevor sie bei einer Airline als Copilot einsteigen. Dafür zählen Verkehrspiloten später zu den bestbezahlten Berufsgruppen in Deutschland. Wie sich die Ausbildungsschulden auf die ersten Berufsjahre auswirken und was die Airlines zahlen, erklärt der Artikel zum Pilot Gehalt.

Luftverkehrskaufmann und Servicekaufmann im Luftverkehr
Die beiden kaufmännischen Luftfahrt-Ausbildungen dauern drei Jahre und beginnen beide am Check-in. Der Luftverkehrskaufmann ist breiter angelegt und lernt zusätzlich Luftfracht, Einkauf, Controlling und Personalwirtschaft; der Servicekaufmann im Luftverkehr bleibt nah am Fluggast, am Schalter, am Gate und in der Gepäckermittlung. Beide Abschlüsse führen im Tarif für Bodenverkehrsdienste in dieselbe Entgeltgruppe.
Nur eine Handvoll dieser Berufe ist eine eigene Luftfahrt-Ausbildung: Fluggerätmechaniker, Fluggerätelektroniker, Luftverkehrskaufmann und Servicekaufmann im Luftverkehr. Fluglotsen werden von der Flugsicherung an einer eigenen Akademie ausgebildet, Flugbegleiter von ihrer Airline in einem Lehrgang von wenigen Wochen, Luftsicherheitsassistenten in einer behördlich geregelten Schulung. Alle übrigen Berufe bringen ihre Qualifikation von außen mit. Der Elektroniker, der nachts die Befeuerung der Landebahn repariert, hat denselben Abschluss wie sein Kollege im Industriebetrieb. Welche Ausbildungen die Flughäfen selbst anbieten, zeigt unser Überblick zur Ausbildung am Flughafen.
Welche Voraussetzungen gelten für alle Jobs am Flughafen?
Ein Flughafen hat zwei Seiten: die Landseite mit Terminalhalle, Parkhäusern und Verwaltung, die jeder betreten darf, und die Luftseite mit Vorfeld, Gates, Gepäckanlagen und Frachthallen, die zum Sicherheitsbereich gehört. Wer dort arbeitet, muss drei Hürden nehmen, die es in keiner anderen Branche gibt. Sie gelten für den Mechaniker ebenso wie für die Reinigungskraft und den Vorstand.
Die Zuverlässigkeitsüberprüfung
Das Luftsicherheitsgesetz verpflichtet die Behörden, jeden zu überprüfen, der beruflich und nicht nur gelegentlich Zugang zum Sicherheitsbereich braucht. Die Luftsicherheitsbehörde des Bundeslandes fragt dafür Polizei, Verfassungsschutz, Bundespolizei, Zollkriminalamt und das Bundeszentralregister ab. Wer in den letzten fünf Jahren wegen einer vorsätzlichen Straftat zu einer Geldstrafe von mindestens 60 Tagessätzen verurteilt wurde, fällt in aller Regel durch; ein Tagessatz entspricht dabei dem Nettoeinkommen eines Tages. Den Antrag stellt der Arbeitgeber, die Entscheidung soll innerhalb eines Monats fallen und gilt fünf Jahre. Das Verfahren im Einzelnen erklärt unser Ratgeber zur Zuverlässigkeitsüberprüfung.
Die Sicherheitsschulung
Bevor jemand unbegleitet in den Sicherheitsbereich darf, muss er eine Schulung des Sicherheitsbewusstseins absolvieren. Sie vermittelt, wie Flughafenausweise aussehen, wie die Zugangskontrolle funktioniert, wie man verdächtige Vorgänge meldet und welche Angriffe auf die Luftfahrt es gegeben hat. Vorgeschrieben sind mindestens fünf Unterrichtseinheiten zu je 45 Minuten, die am Ende mit einer Lernerfolgskontrolle abgeschlossen werden. Die Schulung darf als Online-Seminar oder computergestützt stattfinden.
Der Flughafenausweis
Mit bestandener Überprüfung und Schulung stellt der Flughafenbetreiber oder die Airline den Flughafenausweis aus. Er gilt höchstens fünf Jahre, muss im Sicherheitsbereich jederzeit sichtbar getragen werden und ist bei Arbeitgeberwechsel oder Ende des Arbeitsverhältnisses sofort zurückzugeben. Fraport bearbeitet nach eigenen Angaben rund 750 Ausweisanträge pro Woche und braucht dafür durchschnittlich neun Tage, die Behörde für die Überprüfung weitere 20 Tage.
Die Rechtsgrundlagen sind das Luftsicherheitsgesetz, dessen § 7 die Zuverlässigkeitsüberprüfung und § 10 die Zugangsberechtigung und den Ausweis regelt, die Luftsicherheits-Zuverlässigkeitsüberprüfungsverordnung mit den Fristen in § 3, § 4 und § 5 sowie die Luftsicherheits-Schulungsverordnung, die in § 6 den Umfang der Schulungen festlegt. Die Ausweispflicht selbst stammt aus der europäischen Durchführungsverordnung (EU) 2015/1998, die für alle Flughäfen der Union gilt.
Für die Praxis heißt das: Zwischen Vertragsunterschrift und erstem Arbeitstag im Sicherheitsbereich vergehen mehrere Wochen. Die Verordnung empfiehlt, den Antrag einen Monat vor Beginn zu stellen, und verlangt dafür die Wohnsitze der letzten zehn Jahre. Die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH fordert für den Ausweisantrag zusätzlich Nachweise über die Arbeitsverhältnisse der letzten fünf Jahre. Wer die Überprüfung nicht besteht, darf frühestens nach einem Jahr einen neuen Antrag stellen. Für die Luftsicherheitsberufe, die Fluggäste, Personal und Waren kontrollieren, kommt eine weit längere Fachschulung hinzu, 280 Unterrichtseinheiten für die Fluggastkontrolle.
Drei weitere Anforderungen stehen nicht im Gesetz, aber in den Stellenanzeigen. In unserer Auswertung vom Oktober 2026 verlangten 405 von 706 Anzeigen Englischkenntnisse, bei 79 verschiedenen Arbeitgebern. 182 Anzeigen nannten einen Führerschein, meist die Klasse B, weil viele Flughäfen zu Schichtzeiten mit Bus und Bahn nicht erreichbar sind und auf dem Vorfeld der betriebliche Vorfeldführerschein dazukommt. Und 248 Anzeigen, also 35 %, nannten Schichtdienst als Bedingung, verteilt über 75 Arbeitgeber. Dazu gleich mehr.
Kann man ohne Ausbildung am Flughafen arbeiten?
Ja, und zwar in mehr Berufen, als die Anzeigen vermuten lassen. Das Wort „Quereinsteiger“ stand in unserer Auswertung nur in zehn von 706 Anzeigen, bei sieben Arbeitgebern vom Flughafen Memmingen bis zur FraSec in Frankfurt. Eine abgeschlossene Berufsausbildung verlangten dagegen 178 Anzeigen, ein Studium 195. Der große Rest beschreibt die Anforderungen ohne formalen Abschluss: Deutschkenntnisse, Schichtbereitschaft, körperliche Belastbarkeit, Führerschein. Die Tarifverträge machen den Mechanismus sichtbar. Der Branchentarif für Bodenverkehrsdienste bezahlt nach Anlernzeit, nicht nach Abschluss. Entgeltgruppen sind dabei die Gehaltsstufen eines Tarifvertrags: Entgeltgruppe 1 für einfache Tätigkeiten ohne Vorkenntnisse, Gruppe 2 nach einer Unterweisung von bis zu vier Wochen, Gruppe 3 nach einer längeren Anlernzeit. Erst Gruppe 5 setzt eine dreijährige Berufsausbildung oder vergleichbare Erfahrung voraus.
| Einstiegsberuf | Qualifizierung | Einstieg nach Tarif |
|---|---|---|
| Gepäckabfertiger, Ramp Agent | Unterweisung bis vier Wochen, Vorfeldführerschein im Betrieb | 18,91 € je Stunde, 3.084,01 € im Monat |
| Check-in Agent | Schulung auf einem Abfertigungssystem | 18,91 € je Stunde, 3.084,01 € im Monat |
| Luftsicherheitsassistent | Schulung mit 280 Unterrichtseinheiten und behördlicher Prüfung, vom Arbeitgeber bezahlt | 25,00 € je Stunde, 4.000,00 € im Monat |
| Luftsicherheitskontrollkraft | Schulung mit 27 bis 280 Unterrichtseinheiten je nach Kontrollart | 24,09 € je Stunde, 4.191,66 € im Monat |
| Flugbegleiter | Lehrgang der Airline von wenigen Wochen | 2.375,21 € Grundgehalt zuzüglich 16,3 % Schichtzulage bei Lufthansa |
| Servicekraft, Reinigung, Verkauf | Einarbeitung im Betrieb | Haustarife, im öffentlichen Dienst ab 2.767,54 € (Entgeltgruppe 2) |
Quellen: Entgelttarifvertrag für die Bodenabfertigungsdienste an deutschen Verkehrsflughäfen (Stand 1. Mai 2026, Entgeltgruppe 2, Stufe 1, 37,5 Wochenstunden); Entgelttarifvertrag für Sicherheitskräfte an Verkehrsflughäfen (BDLS/ver.di, Stand 1. April 2026); Lufthansa-Karriereportal (Stand August 2026); TVöD-VKA Anlage A (Stand 1. Mai 2026). Monatsbeträge brutto in Vollzeit.
Auffällig ist die Luftsicherheit. Sie verlangt keinen Berufsabschluss, sondern eine gesetzlich geregelte Schulung mit Prüfung, und bezahlt danach besser als manche Facharbeit. Die Schulung trägt in aller Regel der Arbeitgeber. Was die Fluggastkontrolle von der Personal- und Warenkontrolle unterscheidet, erklären unsere Berufsprofile Luftsicherheitsassistent und Luftsicherheitskontrollkraft. Den Einstieg auf dem Vorfeld beschreibt der Ramp Agent, den in der Kabine die Flugbegleiter Ausbildung. Auch Aushilfen und Saisonkräfte sind verbreitet: Der Flughafen Salzburg schrieb für den Winter Samstagsjobs in Abfertigung und Gepäcksortierung aus, Erfurt Aushilfen für die Flugzeug- und Gepäckabfertigung.
Die Grenze des Quereinstiegs liegt bei den Berufen mit Lizenz oder Abschlusspflicht. Fluggerätmechaniker brauchen die Ausbildung und für die Freigabe von Flugzeugen eine europäische Lizenz, Fluglotsen eine mehrjährige Ausbildung mit Auswahlverfahren, Piloten eine Verkehrspilotenlizenz, Werkfeuerwehrleute eine Ausbildung oder einen handwerklichen Beruf plus Feuerwehrgrundausbildung. Wer in diese Berufe will, findet die Wege in unseren Artikeln zum Fluglotsen und zur Fluggerätmechaniker Ausbildung.
Wie sind die Arbeitszeiten am Flughafen?
Ein Flughafen schließt nicht. Die erste Abflugwelle beginnt vor sechs Uhr, die letzten Landungen liegen nach Mitternacht, Fracht wird nachts umgeschlagen, und dazwischen laufen Wartung, Reinigung, Winterdienst und Sicherheit. Das Arbeitszeitgesetz verbietet in § 9 die Beschäftigung an Sonn- und Feiertagen, lässt sie in § 10 aber ausdrücklich zu, wo die Arbeit nicht an Werktagen erledigt werden kann: in Verkehrsbetrieben, bei Feuerwehr und Rettungsdiensten, in Gaststätten, im Bewachungsgewerbe und bei der Reinigung und Instandhaltung von Betriebsanlagen. Damit sind fast alle Flughafenberufe erfasst.
Für Nachtarbeit setzt § 6 des Gesetzes Grenzen: acht Stunden am Tag, bis zu zehn nur mit Ausgleich innerhalb eines Monats, dazu das Recht auf eine arbeitsmedizinische Untersuchung alle drei Jahre, ab dem 50. Lebensjahr jährlich. Für die Nachtstunden schuldet der Arbeitgeber freie Tage oder einen Zuschlag, soweit kein Tarifvertrag etwas anderes regelt. Die Tarifverträge der Flughäfen regeln es, und zwar unterschiedlich:
| Tarifvertrag | Nacht | Sonntag | Feiertag | Zusätzlich |
|---|---|---|---|---|
| Öffentlicher Dienst (TVöD) | 20 % (21 bis 6 Uhr) | 25 % | 135 % ohne, 35 % mit Freizeitausgleich | Samstag 13 bis 21 Uhr 20 % |
| Bodenverkehrsdienste (BVD) | 25 % (21 bis 6 Uhr), 40 % von 0 bis 4 Uhr | 50 % | 100 % | Schichtzulage 60 €, Wechselschicht 95 € im Monat, drei Tage Zusatzurlaub |
| Luftsicherheit (BDLS) | 25 % (20 bis 6 Uhr) | 50 % | 125 % | Mehrarbeit 25 % |
Quellen: TVöD Allgemeiner Teil § 8 (VKA-Lesefassung, Stand 1. Januar 2026); Manteltarifvertrag für die Bodenabfertigungsdienste § 15 und Entgelttarifvertrag § 7 (Stand 1. Mai 2026); BDLS-Entgeltübersichten (Stand 1. April 2026). Zuschläge auf das Stundenentgelt.
Wie verbreitet Schichtarbeit ist, zeigen die Anzeigen: 35 % nannten sie im Oktober 2026 ausdrücklich, von der Lufthansa Technik über den Flughafen Memmingen bis zur Gastronomie am Flughafen München. Nicht jeder Job am Flughafen ist aber ein Schichtjob. Verwaltung, IT, Einkauf und Planung arbeiten in Gleitzeit, also mit frei einteilbaren Arbeitszeiten; die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH nennt 38,5 Wochenstunden und Gleitzeit für den überwiegenden Teil ihrer Beschäftigten. Und der Schichtdienst hat eine Kehrseite, die viele schätzen: freie Werktage, an denen andere arbeiten, und die Zuschläge, die beim Branchentarif der Bodenverkehrsdienste an einem Feiertag das Stundenentgelt verdoppeln.
Wie viel verdient man am Flughafen?
Ein einheitliches Flughafengehalt gibt es nicht, weil die Arbeitgeber in verschiedenen Tarifwelten leben. Kommunale Betreiber wie Düsseldorf, Köln/Bonn, Hannover oder Stuttgart bezahlen nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes, Abfertigungsgesellschaften nach dem Branchentarif für Bodenverkehrsdienste, Luftsicherheitsunternehmen nach dem Tarif des Bundesverbands der Luftsicherheitsunternehmen, Lufthansa nach Haustarifen mit ver.di und den Berufsgewerkschaften, die Flugsicherung nach eigenen Regeln. Die folgenden Werte stammen aus den jeweiligen Tariftabellen und Karriereportalen:
| Tarifwelt | Typische Berufe | Monatsentgelt (Vollzeit, brutto) |
|---|---|---|
| Öffentlicher Dienst (TVöD) | Betreiber: Service, Technik, Sachbearbeitung, Referenten | 2.767,54 € (Entgeltgruppe 2) bis 4.415,70 € (Entgeltgruppe 12), jeweils Stufe 1 |
| Bodenverkehrsdienste (BVD) | Gepäck, Vorfeld, Check-in, Ladeplanung, Schichtleitung | 3.000,20 € (Entgeltgruppe 1) bis 5.294,71 € (Entgeltgruppe 10, Endstufe) |
| Luftsicherheit (BDLS) | Kontrollkräfte an Fluggast-, Personal- und Warenkontrolle | 4.000,00 € (Entgeltgruppe I) und 4.191,66 € (Entgeltgruppe II) |
| Airlines, Kabine | Flugbegleiter bei Lufthansa | 2.375,21 € Grundgehalt, mit Schichtzulage rund 2.762 € |
| Flugsicherung (DFS) | Fluglotsen nach der Ausbildung | rund 5.000 €, je nach Standort mehr |
| Ausbildung | alle Ausbildungsberufe | 1.368,26 € (öffentlicher Dienst) bzw. 1.300 € (BVD) im ersten Jahr |
Quellen: TVöD-VKA Anlage A (Stand 1. Mai 2026); Entgelttarifvertrag für die Bodenabfertigungsdienste (Stand 1. Mai 2026, 37,5 Wochenstunden); Entgelttarifvertrag für Sicherheitskräfte an Verkehrsflughäfen (Stand 1. April 2026); Lufthansa-Karriereportal (Stand August 2026); DFS-Karriereportal (Stand August 2026); TVAöD § 8 (Stand 1. Mai 2026).
Monatsentgelte am Flughafen nach Tarifwelt (Vollzeit, Einstieg bis Endstufe)
Öffentlicher Dienst E 2 bis E 12 (Stufe 1) 2.768–4.416 €
Bodenverkehrsdienste EG 1 bis EG 10 3.000–5.295 €
Luftsicherheit EG I und EG II 4.000–4.192 €
Lufthansa Kabine Einstieg (mit Schichtzulage) 2.375–2.762 €
Angaben in € brutto im Monat
Zwei Dinge fallen auf. Erstens liegen die Einstiegsentgelte der Bodenverkehrsdienste über denen des öffentlichen Dienstes, weil der Branchentarif seit 2024 an die Tariferhöhungen des TVöD gekoppelt ist und mit höheren Stundensätzen startet. Zweitens verdient eine angelernte Luftsicherheitskraft nach Schulung mehr als ein Flugbegleiter im ersten Jahr. Wie es in den einzelnen Berufen weitergeht, zeigen unsere Gehaltsartikel, etwa zum Fluggerätmechaniker Gehalt, zum Fluglotse Gehalt, zum Flugbegleiter Gehalt und zum Pilot Gehalt.
Welche Vorteile bieten Arbeitgeber am Flughafen?
Flughäfen liegen am Stadtrand, arbeiten rund um die Uhr und konkurrieren untereinander um Personal. Das prägt die Zusatzleistungen, die in den Anzeigen stehen. Wir ordnen jede Stellenanzeige nach den genannten Vorteilen ein, im Oktober 2026 trugen 618 von 706 Anzeigen mindestens einen:
| Vorteil | Anteil der Anzeigen | Arbeitgeber, die ihn nennen |
|---|---|---|
| Jobticket oder Fahrtkostenzuschuss | 58 % | 67 |
| Kostenloser Parkplatz | 54 % | 62 |
| Kantine oder Verpflegungszuschuss | 53 % | 58 |
| Flugvergünstigungen | 35 % | 41 |
| Weiterbildung | 33 % | 61 |
| Gesundheitsangebote | 31 % | 40 |
| Betriebliche Altersvorsorge | 29 % | 47 |
| Tarifvertrag ausdrücklich genannt | 20 % | 44 |
| Schichtzulage | 16 % | 33 |
| Homeoffice | 14 % | 36 |
Quelle: Stellenanzeigen auf flughafen-jobs.de, Auswertung vom 12. Oktober 2026 (706 Stellen, 109 Arbeitgeber).
Die Anreise steht an der Spitze, aus gutem Grund: Fraport wirbt mit dem Deutschlandticket, der Flughafen Stuttgart übernimmt 70 % der Kosten, fast jeder Betreiber stellt Parkplätze. Flugvergünstigungen bieten vor allem Airlines und ihre Töchter, aber auch Betreiber wie Memmingen über Reiseportale. Homeoffice bleibt die Ausnahme, weil die meisten Jobs am Flugzeug, am Schalter oder in der Halle stattfinden. Kinderbetreuung nennen nur acht Arbeitgeber, Fraport in fast allen seinen Anzeigen. Was die Zahlen nicht zeigen: die Beschäftigungsform. Die Münchner Erhebung weist für 2024 aus, dass 97 % der Beschäftigten am Flughafen unbefristet und 72 % in Vollzeit arbeiteten. Die Benefits lassen sich im Stellenfilter von flughafen-jobs.de als eigene Facette auswählen.
Wie bewirbt man sich für einen Job am Flughafen?
Weil der Flughafen kein Arbeitgeber ist, sondern ein Ort mit Hunderten Arbeitgebern, gibt es keine zentrale Bewerbungsstelle. Drei Wege führen zu den Stellen. Die Betreiber und Airlines betreiben eigene Karriereportale, Fraport, Lufthansa und der Flughafen München mit mehreren Dutzend offenen Stellen gleichzeitig. Einige Standorte bündeln zusätzlich die Angebote der ansässigen Firmen in einer Standort-Jobbörse, etwa Düsseldorf, Wien oder Hannover. Und auf flughafen-jobs.de führen wir die Stellen der Betreiber, ihrer Töchter und der Airlines aus dem gesamten deutschsprachigen Raum zusammen, zurzeit 730 Stellen von 109 Arbeitgebern, täglich aktualisiert.
Für den Zeitplan gilt: Ausbildungsplätze werden rund ein Jahr im Voraus vergeben, mit Fristen zwischen Oktober und Dezember des Vorjahres. Stellen für Berufserfahrene sind oft innerhalb weniger Wochen besetzt, der Start verzögert sich aber durch die Zuverlässigkeitsüberprüfung und den Flughafenausweis um mehrere Wochen. Wer schon einen gültigen Flughafenausweis oder eine laufende Überprüfung hat, sollte das in der Bewerbung nennen; beides ist bundesweit anerkannt und verkürzt den Einstieg. Beworben wird fast ausschließlich online über die Portale der Arbeitgeber, in aller Regel mit Lebenslauf und Zeugnissen.
Wie unterscheidet sich das Arbeiten an Flughäfen in Österreich und der Schweiz?
Wien und Zürich sind so groß wie München, und die europäischen Sicherheitsregeln gelten auch dort. Die Verfahren für den Flughafenausweis und die Arbeitgeberlandschaft unterscheiden sich im Detail:
Österreich
- Am Flughafen Wien arbeiten rund 23.000 Menschen, der Flughafen-Wien-Konzern selbst beschäftigte 2024 im Jahresdurchschnitt 6.774 Personen.
- Die Zuverlässigkeitsüberprüfung heißt E-ZÜP, wird vom zuständigen Bundesministerium durchgeführt und dauert bis zu 28 Tage. Anders als in Deutschland gilt sie nur ein Jahr und muss vom Arbeitgeber jährlich verlängert werden. Die Airport ID Card selbst gilt fünf Jahre, ebenso die EU-Sicherheitsschulung, die im Ausweisbüro des Flughafens mit Kenntnisnachweis abgelegt wird.
- Die Flugsicherung Austro Control beschäftigte Ende 2024 1.203 Menschen und besetzt die Flugsicherungsstellen an allen österreichischen Verkehrsflughäfen.
- Auf flughafen-jobs.de führen wir die Flughäfen Wien, Salzburg, Innsbruck, Graz, Linz und Klagenfurt.
Schweiz
- Am Flughafen Zürich zählt die Flughafen Zürich AG rund 35.000 Angestellte an und um den Flughafen, davon rund 2.000 im eigenen Unternehmen.
- Den Flughafenausweis beantragt der Arbeitgeber nach einer Firmenregistrierung. Der Mitarbeitende ergänzt eine lückenlose Fünfjahreshistorie und lädt einen Auszug aus dem Zentralstrafregister hoch; die Prüfung durch das Ausweiszentrum dauert bis zu zehn Arbeitstage. Wer den Ausweis hat, muss ein Safety-and-Security-E-Learning absolvieren, sonst wird der Ausweis gesperrt.
- Die Flugsicherung Skyguide beschäftigt rund 1.500 Menschen an 14 Standorten, darunter die Türme in Zürich und Genf.
- Auf flughafen-jobs.de führen wir die Flughäfen Zürich, Genf, Basel, Bern, St. Gallen-Altenrhein, Lugano und Samedan.
Aktuelle Jobs am Flughafen
Offene Stellen finden Sie auf flughafen-jobs.de nach Beruf, nach Standort und nach Einstieg sortiert. Für den Start ohne Luftfahrt-Ausbildung sind die Bereiche Ramp Agent, Check-in Agent, Luftsicherheit und Gastronomie und Handel die ersten Adressen, für Ausbildungsplätze der Bereich Ausbildung und für Fachkräfte Technik und Wartung:
Aktuelle Einstiegsjobs am Flughafen
Aktuell 97 offene Stellen für den Einstieg am Flughafen auf flughafen-jobs.de.
Fazit
Arbeiten am Flughafen heißt, bei einem von Hunderten Unternehmen an einem Ort zu arbeiten, der nie schließt. Die Eintrittskarte ist für alle gleich: Zuverlässigkeitsüberprüfung, Sicherheitsschulung, Flughafenausweis. Dahinter öffnet sich ein Arbeitsmarkt von der angelernten Gepäckabfertigung bis zum Fluglotsen, mit Schichtdienst als Regel und Tarifverträgen, die ihn bezahlen. Wer flexibel ist, einen Führerschein hat und Englisch spricht, findet an fast jedem Flughafen einen Einstieg, auch ohne Ausbildung. Wir hoffen, dass wir Ihnen damit weiterhelfen konnten!
FAQ: Häufige Fragen zum Arbeiten am Flughafen
Was braucht man, um am Flughafen zu arbeiten?
Für jede Tätigkeit im Sicherheitsbereich eine bestandene Zuverlässigkeitsüberprüfung nach § 7 des Luftsicherheitsgesetzes, eine Sicherheitsschulung von mindestens fünf Unterrichtseinheiten und einen Flughafenausweis. Dazu kommen je nach Stelle die fachliche Qualifikation, Englischkenntnisse, ein Führerschein und Schichtbereitschaft. Die Überprüfung beantragt der Arbeitgeber, sie gilt fünf Jahre.
Kann man ohne Ausbildung am Flughafen arbeiten?
Ja. Gepäckabfertigung, Vorfeld, Check-in, Luftsicherheit, Gastronomie, Verkauf und Reinigung sind Einstiegsberufe, die der Betrieb anlernt oder schult. Der Branchentarif für Bodenverkehrsdienste bezahlt angelernte Kräfte ab 18,91 € je Stunde, die Luftsicherheit nach der Schulung 25,00 € je Stunde. Nur Berufe mit Lizenz wie Fluggerätmechaniker, Fluglotse oder Pilot setzen eine Ausbildung voraus.
Wie viel verdient man am Flughafen?
Das hängt vom Tarifvertrag ab. Im öffentlichen Dienst beginnt die Entgeltgruppe 2 bei 2.767,54 € im Monat, bei den Bodenverkehrsdiensten die Entgeltgruppe 1 bei 3.000,20 €, in der Luftsicherheit liegt das Monatsentgelt bei 4.000,00 € bis 4.191,66 €, Fluglotsen verdienen nach der Ausbildung rund 5.000 € (Stand 2026). Zuschläge für Nacht-, Sonntags- und Feiertagsarbeit kommen hinzu.
Wie lange dauert es bis zum ersten Arbeitstag?
Mehrere Wochen. Die Verordnung sieht vor, dass die Zuverlässigkeitsüberprüfung einen Monat vor Beginn beantragt wird und die Behörde innerhalb eines Monats entscheidet. Fraport nennt für die Behörde durchschnittlich 20 Tage und für den eigenen Ausweisantrag neun Tage. Danach folgen Sicherheitsschulung und Ausweisausgabe. Viele Arbeitgeber setzen neue Mitarbeiter in dieser Zeit auf der Landseite ein.
Muss man am Flughafen Schicht arbeiten?
In den operativen Berufen ja: Abfertigung, Passagierservice, Luftsicherheit, Feuerwehr, Technik und Gastronomie arbeiten im Schichtdienst, auch nachts, an Wochenenden und Feiertagen. 35 % der Stellenanzeigen in unserem Bestand nannten im Oktober 2026 Schichtdienst als Bedingung. Verwaltung, IT, Einkauf und Planung arbeiten dagegen meist in Gleitzeit.
Wie viele Menschen arbeiten an einem Flughafen?
Am Flughafen Frankfurt annähernd 81.000 bei rund 500 Unternehmen, in München 36.680 in 468 Betrieben (2024), in Zürich rund 35.000, in Wien rund 23.000, am BER mehr als 20.000, in Düsseldorf rund 20.300, in Hamburg und Köln/Bonn je rund 15.000. Der Flughafenverband ADV nannte zuletzt für alle deutschen Verkehrsflughäfen zusammen mehr als 180.000 Beschäftigte.
Welche Berufe gibt es am Flughafen?
Technik und Wartung, Abfertigung am Flugzeug, Passagierservice, Luftsicherheit, Verkehrsleitung, Verwaltung, IT, Werkfeuerwehr und Rettung, Gastronomie und Handel, Fracht und Logistik sowie Piloten und Flugbegleiter. Eigene Luftfahrt-Ausbildungen gibt es nur für Fluggerätmechaniker, Fluggerätelektroniker, Luftverkehrskaufleute und Servicekaufleute im Luftverkehr; alle anderen Berufe bringen ihren Abschluss von außen mit oder werden im Betrieb geschult.





